Konzentrationslager Mauthausen
Im Rahmen des Geschichteunterrichts besuchte die 4. Klasse am 22.5.2023 das ehemalige Konzentrationslager (KZ) Mauthausen.
Unsere Führung startete in der Nähe des ehemaligen Fußballplatzes der SS (Schutzstaffel), neben der sich des Russenlagers befand. Den Schüler:innen wurde versucht zu vermitteln, mit welcher Grausamkeit und Kaltherzigkeit den Sterbenden durch die Offiziere der SS, teilweise aber auch durch die Zivilbevölkerung, begegnet wurde.
Danach führte unser Weg zur sogenannten „Todesstiege“, wo die Häftlinge Granitblöcke, die schwerer waren als sie selbst, über die insgesamt 186 Stufen schleppen mussten. Die Todesstiege war jener Ort, an dem viele Häftlinge durch Arbeit vernichtet wurden.
Inschrift am Fuß der Todesstiege:
„(…) Die oft einen halben Meter hohen Felsbrocken erforderten beim Steigen größte Kraftanstrengung. Die SS vergnügte sich unter anderem damit, die letzten Reihen einer abwärtsgehenden Kolonne durch Fußtritte und Kolbenhiebe zum Ausgleiten zu bringen, sodass sie im Sturze, ihre Vordermänner mitreißend, in einem wüsten Haufen die Stufen hinunterkollerten. Am Ende eines Arbeitstages, wenn der Aufmarsch ins Lager mit einem Stein auf der Schulter begann, trieben die den Abschluss bildenden SS-Leute Nachzügler mit Schlägen und Tritten an. Wer nicht mitkonnte, endete auf dieser Todesstiege.“
Zum Gedenken an die Todesopfer wurden Gedenkstätten und Gedenktafeln errichtet, die wir als nächstes besichtigten. Darauffolgend zeigte uns unser Guide die Baracken, diese provisorischen Gebäude dienten zur vorübergehenden massenhaften Unterbringung von Personen. Berichten zufolge wurden pro Baracke 400 bis 700 Menschen untergebracht. Es wurde auch von einer Belegung mit über 2000 erzählt.
Der letzte Teil des Rundganges führte uns in die Ausstellungs- und Gedenkräume im Keller des ehemaligen Krankenreviers bzw. Lagergefängnisses. Dort befinden sich auch die Gaskammer und das Krematorium. In den Krematoriumsöfen wurden die Leichname der KZ-Häftlinge verbrannt und in der Gaskammer wurden ab März 1942 mindestens 3.455 Personen durch das Giftgas Zyklon B ermordet. Insgesamt kamen während der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus mindestens 90.000 Menschen in Mauthausen, Gusen und weiteren Außenlagern ums Leben, davon etwa die Hälfte in den letzten vier Monaten vor der Befreiung.
Zum Abschluss beschäftigten sich die Schüler:innen noch mit verschiedenen Lebensgeschichten.
Es war ein sehr beeindruckender und erfahrungsreicher Ausflug.